Erdwärmepumpe (Sole-Wasser) – Wärme aus dem Untergrund

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Die Erdwärmepumpe – fachlich Sole-Wasser-Wärmepumpe – gilt als die effizienteste Variante. Sie nutzt die konstante Temperatur des Bodens in 100 bis 300 Metern Tiefe und erreicht Jahresarbeitszahlen von 4.0 bis 5.0.

Stärken der Erdwärmepumpe

  • Beste Effizienz: höchste Jahresarbeitszahl aller Typen
  • Tiefe Betriebskosten: geringerer Stromverbrauch als bei Luft-Wasser-Systemen
  • Stabile Leistung: keine Einbußen bei strenger Kälte
  • Langlebig: Erdsonden halten 50 Jahre und mehr, das Gerät 20 bis 25 Jahre
  • Kein Außengerät: keine Geräusche im Garten
  • Passive Kühlung: im Sommer lässt sich das Erdreich zur Kühlung nutzen

Ablauf und Genehmigung der Bohrung

Die Erdsondenbohrung ist der Kern der Installation:

  1. Vorprüfung: Eignung des Untergrunds klären
  2. Antrag: wasserrechtliche Erlaubnis bei der zuständigen Behörde einholen
  3. Bohrung: durch ein zertifiziertes Unternehmen, Dauer meist zwei bis fünf Tage
  4. Sonde: Einbringen und Verfüllen mit Spezialzement
  5. Anschluss: Verbindung mit der Wärmepumpe im Gebäude

Wichtig: In Hessen ist für Erdwärmesonden eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig. Manche Bereiche, etwa Trinkwasserschutzgebiete, sind für Bohrungen gesperrt.

Kosten einer Erdwärmepumpe

Bohrung (1–2 Sonden à 150–250 m)15.000 € – 30.000
Wärmepumpengerät12.000 € – 18.000
Montage & Inbetriebnahme10.000 € – 15.000
Planung & Genehmigung3.000 € – 5.000
Gesamtinvestition45.000 € – 70.000
Abzüglich Förderung– 8.000 € – 15.000
Effektive Kosten37.000 € – 55.000

Erdsonde oder Erdkollektor?

Alternative zur Bohrung sind horizontale Erdkollektoren in etwa 1,5 bis 2 Metern Tiefe. Sie benötigen jedoch eine große Freifläche und sind auf dicht bebauten Grundstücken in Frankfurt selten umsetzbar.

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